- Ich hatte eigentlich immer gehört, dass jegliche ‚Vertreibungskästchen‘ nichts nützen, wenn man Tiere aus dem Motorraum fernhalten will. Nachdem ich nun aber das Angebot bekommen habe, den HARIKIKI Marderschreck zu testen, habe ich doch zugegriffen. Im letzten Winter haben Mäuse sich im Motorraum meines ‚Sommerautos‘ eingenistet, was recht ekelig ist. Ich kann sozusagen nur gewinnen.Das Gerät kommt in einem Karton mit allerlei Installationsmaterial. Dabei fällt schon auf, das Einiges an dem Kästchen gut durchdacht ist. So ist tatsächlich eine 3-fache Stromversorgung möglich. Einmal mit 12V aus der Autobatterie, einmal mit einem DC-Kabel und einer Spannung von 5-12V und last-not-least den guten alten Batterien, von denen das Gerät 3 Stück der Größe AA aufnimmt. Die letzte Möglichkeit fand ich besonders zum Testen daheim recht praktisch, bevor man das Ding im Motorraum befestigt. Für den Anschluss an die Autobatterie liegt ein passendes Kabel mit entsprechenden Kabelschuhe bei. Zur Befestigung liegen Kabelbinder bei und das Gehäsue hat an den Ecken spezielle Ösen dafür. Das ist auch sehr praktisch. Soweit ist das Ganze out-of-the-box einsatzbereit.Die Anleitung liegt leider nur in Englisch vor und ist einigermaßen verwirrend gestaltet. Dabei ist es eigentlich ganz einfach. Es gibt einen Kippschalter an der Stirnseite des Geräts, der schaltet das Kästchen ein – egal welche Stromversorgung man verwendet. Dann gibt es noch 2 Tasten. Die linke davon schalte die Stromversorgung zwischen der Autobatterie und den beiden anderen Quellen um. Man erkennt die eingestellte Quelle an einer Ziffer, die auf dem 2-stelligen 7-Segment Display kurz angezeigt wird. 1 steht für Autobatterie, 2 für die anderen Versorgungen. Bei jedem Druck wechselt die Einstellung.Die rechte Taste schaltet zwischen zwei Ton-Modi um. Grob gesagt ’sweept‘ der Ton einmal nur im unhörbaren Ultraschallbereich und im anderen Modus geht er bis auf 9kHz herunter, was freilich deutlich hörbar ist. Ich denke, in einem Bereich wo Menschen wohnen, ist Letzteres nicht möglich. Immerhin werden beide Modi alle 3 Minuten für 30 Sekunden aktiviert und alle 3 Minuten ein 9kHz-Ton kann schon nerven. Die momentane Tonhöhe wird während der 30-sekündigen Aktivität auf dem 2-stelligen Display angezeigt, was aber mehr ein Showeffekt ist.Mit den Tönen werden auch 8 ziemlich helle LEDs, 4 weiße und 4 rote aktiviert, die nach oben und zu den Seiten ‚Lichtblitze‘ abgeben. Das Alles soll nun die Nager so stören, dass sich die ein anderes Auto suchen. Man wird sehen.Es ist noch zu erwähnen, dass die verschiedenen Stromversorgungen leicht verschiedenes Verhalten auslöst. Bei Versorgung durch die Autobatterie z.B. tönt der Alarm alle 3 Minuten für 30 Sekunden, im Batteriebetrieb sind es nur 20 Sekunden. Außerdem wird im Autobatteriebetrieb ein Vibrationssensor aktiviert, der das Gerät solange inaktiv schaltet, wie sich das Auto bewegt.Mein Fazit: der HARIKIKI Marderschreck ist ein technisch solides Gerät mit sinnvollen Funktionen. Die Möglichkeiten der Stromversorgung sind sehr vielfältig und die Funktionen gut durchdacht. Ob das Gerät nun wirklich kleine Nager fernhält, kann ich abschließend noch nicht beurteilen. Wenn sich Tiere aber überhaupt von diesen Tönen und den Lichtblitzen stören lassen, macht der HARIKIKI Marderschreck alles richtig und einen guten Job. Insofern bekommt er von mir 5 Sterne und eine Kaufempfehlung für seine Funktionalität.

